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200 Jahre Landgerichte in Württemberg

Vom Kreisgerichtshof zum Landgericht


Nachdem König Wilhelm I. sein Königreich im Rahmen der Kreisreform in Oberämter aufgeteilt hatte, die den vier Kreisen Jagstkreis, Neckarkreis, Schwarzwaldkreis und Donaukreis zugeordnet waren, wurde auch das Gerichtswesen neu strukturiert.

Das oberste Gericht, das Königliche Obertribunal, bis September 1817 in Tübingen angesiedelt, wurde nach Stuttgart verlegt. Eingangsinstanz war in jedem Oberamt ein Oberamtsgericht. Zwischen Oberamtsgericht und Obertribunal war auf Kreisebene eine Mittelinstanz (Appellationsgericht) vorgesehen. Nachdem kurzfristig  mit zwei Standorten experimentiert worden war, entschied sich Wilhelm I. dann für vier Kreisgerichtshöfe, jeweils ausgestattet mit einem Criminal-Senat und einem Civil-Senat. Standorte der vier "Kreisgerichtshöfe" waren Ellwangen, Esslingen, Tübingen und Ulm. 1849 kamen weitere Schwurgerichtshöfe, 1868 vollausgebaute Kreisgerichtshöfe an den heutigen Landgerichtsstandorten hinzu, Esslingen verlor seinen Gerichtshof an Stuuttgart. Im Rahmen der Reichsjustizreform 1879 wurde dann der Name "Kreisgericht" durch "Landgericht" ersetzt; der Zusatz "königlich" entfiel später mit dem Ende der Monarchie.


Das entscheidende Gründungsdekret des Königs datiert vom 12. Oktober 1818; zum 1. Januar 1819 nahmen die Kreisgerichtshöfe unter diesem Namen ihre Arbeit auf.

                  

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